Damit deine WordPress Seite schnell lädt, haben wir in diesem Artikel 10 Tipps zusammengestellt, wie sich die Geschwindigkeit verbessern lässt.

10 Tipps für eine schnellere WordPress Seite

Schnelle Webseiten sind wichtig für eine gute Nutzererfahrung – unsere Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer. Aber auch für die Sichtbarkeit der eigenen Seite spielt die Ladezeit eine Rolle – seit 2010 ist die Geschwindigkeit ein Rankingfaktor für Google. Damit deine WordPress Seite schnell lädt, haben wir in diesem Artikel 10 Tipps zusammengestellt, wie sich die Geschwindigkeit verbessern lässt.

1. Verwende ein Caching Plugin

WordPress bietet eine Vielzahl von Plugins – einige nützlich, andere nicht so sehr. In die Kategorie „sehr nützlich“ fallen Caching Plugins, da sie die Ladezeiten der eigenen Seite in der Regel deutlich erhöhen und zudem sehr einfach zu bedienen sind. Unsere Empfehlung für ein Caching Plugin ist W3 Total Cache aufgrund der einfachen Bedienbarkeit und der guten Ausstattung.

2. Bilder optimieren

Eine der effektivsten Arten, die Seitenladezeit zu verringern ist das Verkleinern von Bilder, die sogenannte „lossless image compression“. 64% des Traffics einer Webseite wird durch Bilder verursacht – diese also so klein wie möglich zu halten, sollte ganz oben auf der Liste stehen, wenn man die eigene Seite optimieren möchte.
Auch hier gibt es wieder ein einfach zu bedienendes Plugin, dass die die Arbeit abnimmt: WP-SmushIT. Das Plugin funktioniert sowohl nachträglich, d.h. wenn schon Bilder hochgeladen wurden, werden diese optimiert – als auch für die Zukunft. Alle neuen Bilder, die hochgeladen werden, werden automatisch optimiert.

programmierung in html und css

3. LazyLoad

Auch in die Kategorie Bilder fällt das Thema LazyLoad – als LazyLoad bezeichnet man den Prozess, dass nur die Bilder geladen werden, die dem Besucher auch tatsächlich angezeigt werden. Die Bilder laden also erst kurz bevor sie in das Sichtfeld des Benutzers kommen.
Und natürlich gibt es auch hier wieder ein Plugin, dass sich automatisch für dich um das Thema LazyLoad kümmert, nämlich Lazy Load XT.

4. Datenbank optimieren

Die Datenbank kann, speziell wenn man viele Beiträge und eventuell auch Revisionen seiner Beiträge speichert (was WordPress automatisch macht), mit der Zeit langsam werden. Auch hier gibt es oft Optimierungspotential – und auch hier bietet sich wieder ein Plugin an, dass das ganze automatisch erledigt: WP-Optimize.

5. Pingbacks und Trackbacks abstellen

Diese Option muss man nicht zwingendermaßen aktivieren – es kann aber durchaus helfen, sogenannte Ping- und Trackbacks abzustellen. WordPress interagiert mit Seiten, die eben diese auch erlauben. Jedes Mal, wenn die eigene Seite oder ein Beitrag verlinkt wird, wird in der eigenen Datenbank ein Trackback erstellt. Der Nutzen dieses Features ist dabei fragwürdig, da die Information für den Leser so gut wie keinen Mehrwert bringt und der Backlink zusätzlich durch die gegenseitige Verlinkung geschwächt wird.
Ping- und Trackbacks lassen sich im bereits erwähnte Plugin WP-Optimize abstellen.

6. CSS und JavaScript minifizieren und zusammenführen

Unter „Minifikation“ versteht man das Entfernen von unnötigen Zeichen im Code, so wie Leerzeichen, Tabstopps, Kommentaren und anderen, die zur einfacheren Lesbarkeit verwendet werden. Je weniger Code geladen werden muss, desto schneller wird die Seite angezeigt.
Außerdem lassen sich JavaScript und CSS-Dateien oftmals zusammenfügen, so dass die Anzahl der HTTP-Requests an den Server verringert werden kann, was wiederrum zu schnelleren Ladezeiten führt.
Zum Minifizieren und Zusammenfügen gibt es selbstverständlich auch viele kostenlose Plugins, ein gutes und kostenloses ist beispielsweise Autoptimize.

7. Hotlinking verhindern

Unter Hotlinking versteht man, wenn jemand Bilder auf seiner Webseite einbindet, die nicht auf seinem Server liegen. Auch wenn dieses Problem heutzutage nicht mehr häufig auftaucht, sollte man es trotzdem von vorne herein unterbinden. Denn je nachdem, wo die eigenen Bilder eingebunden werden, kann es zu Einbußen bei der Geschwindigkeit der eigenen Seite kommen.
Um Hotlinking zu unterbinden, muss man folgenden Code in die .htaccess Datei auf seinem Server einfügen:
RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?meinewebseite.de [NC]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?google.de [NC]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?google.com [NC]
RewriteRule \.(jpg|jpeg|png|gif)$ – [NC,F,L]

8. Plugins reduzieren

Eine der häufigsten Ursachen, warum WordPress langsam ist, ist dass zu viele Plugins installiert sind. Als Faustregel gilt: je weniger Plugins installiert sind, desto schneller lädt die Seite. Und auch wenn WordPress-Seiten ohne Plugins keinen Sinn machen, sollte man doch sparsam mit den Installationen sein. Wenn man bereits viele Plugins installiert hat, hilft in der Regel nur, von Hand durchzugehen, da es kein Pauschalrezept für nützliche oder unnütze Plugins gibt – jede Webseite ist nun mal anders.

9. Einen schnellen Host verwenden

Natürlich sind günstige Shared Hosting Angebot verlockend, diese haben aber in der Regel Ihren „Preis“: Langsame Ladegeschwindigkeiten und Downtimes, speziell zu Stoßzeiten. Die Lösung ist hier ein eigener vServer für jede Webseite und schnelle Festplatten. Außerdem sollte der Server in dem Land stehen, aus dem die meisten Besucher kommen, um ein optimales Ergebnis zu liefern.

10. Ein CDN verwenden

Speziell wenn die eigene Seite immer größer wird und die Zugriffszahlen steigen empfiehlt sich auch der Einsatz eines CDN (Content Delivery Network). Ein CDN nimmer alle statischen Dateien deiner Webseite und verteilt sie auf Server, die überall auf der Welt verteilt sind. Wenn ein Benutzer nun deine Webseite aufruft, bekommt er die statischen Inhalte direkt von einem CDN Server in seiner Nähe geliefert – deine Seite lädt dadurch schneller.
Die meisten CDNs sind kostenpflichtig, daher lohnen sie sich meist erst bei sehr vielen Zugriffen und normalerweise auch erst dann, wenn man viele Zugriffe aus dem Ausland hat. Innerhalb des deutschsprachigen Raums sind die physischen Distanzen so kurz, dass Sie kaum Auswirkungen auf die Ladezeiten haben.

Fazit

Auch wenn googles eigener Speed Test nicht das Maß der Dinge ist, wenn es um das Ranking geht, ist eine schnelle Webseite doch ungemein wichtig – für Nutzererfahrung als auch für SEO. Wenn du unsere 10 Tipps beachtest, bist du aber auf dem besten Weg, eine schnelle WordPress Seite zu haben.

Bilder:
https://pixabay.com/de/auto-armaturenbrett-geschwindigkeit-933239/
https://pixabay.com/de/programmierung-ansprechbar-html-css-1873854/

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